Dienstag, 6. Januar 2015

50 Bücher in einem Jahr

Challenges kann ich nicht leiden. Die verursachen mir Druck. Druck verursacht mir körperliches Unwohlsein und wer braucht denn sowas? Ihrer Faszination kann ich mich dennoch nicht immer entziehen, und zwar nicht erst seit das Wort überhaupt so inflationär im Netz verwendet wird. 
Eine der challenges, der ich mich jedoch gerne zum ersten Mal stelle, ist die #50bookchallenge, eine challenge, in der es darum geht, in einem Jahr 50 Bücher zu lesen. Denn lesen muss ich bei meiner Fächerkombination sowieso immer mehr als ich es eigentlich tue.  

Auf den ersten Blick dachte ich, ist ja ein Kinderspiel. 50 Bücher! Was ist das schon. Wenn ich mir mein Bücherregal (digital und analog) anschaue, dann kommt mir diese Menge unsagbar klein vor. Wenn ich dann überlege, wie viele Bücher ich in meinem Leben schon gelesen habe, auch da kommt mir die Zahl 50 jetzt nicht so besonders groß vor. Aber wenn ich mir dann die Zahl genauer anschaue - ein Buch pro Woche nämlich - dann komme ich ins Grübeln. Schaffe ich das? Habe ich in den letzten Jahren auch nur ansatzweise so viele Bücher gelesen? 

Die Wahrheit ist: Keine Ahnung. Ich notiere mir weder, welche Bücher ich lese, noch wann oder wo und wie lange ich dafür brauche. Ich dokumentiere nichts. Meine bevorzugte Buchform ist immernoch die analoge. Allerdings nur noch aus romantischen Gründen. Wenn ich ein Buch gelesen habe, kommt es runter vom Stapel ungelesener Bücher und rauf ins Regal, das alphabetisch sortiert in englischer, deutscher und zu einem kleinen Teil in ungarischer Sprache in zwei Haushalten herumsteht. Das ist ein wunderbares Gefühl, auf das ich einfach nicht verzichten mag. Ich gebe zu, der Stapel ungelesener Bücher wird seit ein paar Jahren immer größer, jedoch nicht mehr nur im Regal. Inzwischen habe ich durchaus eine ansehnliche Zahl Bücher, die mir auf dem kindle und auf dem iphone (ich lese manchmal mit der ibooks app auf dem Rechner und auf dem Telefon) einstauben. 

Hinzu kommt, dass ich immer mehr Schwierigkeiten habe, analog zu lesen. Aus Praktikabilitätsgründen (entschuldigen Sie das Wortungetüm). Zum Spielplatz, im Auto, ins Café - ich habe so viele Dinge mitzuschleppen als Mutter. Bücher werden mir langsam aber sicher zu schwer. Und deswegen habe ich sie selten dabei. Auch deshalb lese ich sicher weniger als früher. 
Ein weiterer Grund ist sicher meine überhaupt zur Verfügung stehende freie Zeit. Die meiste nutze ich für Sport, fürs Internet und sicher auch fürs Bloggen. Da fällt also nur was ab, wenn ich mir auch wirklich was abzwacke. 

Genau deswegen gefällt mir diese challenge. Sie verpflichtet mich dazu, mir Zeit fürs Bücherlesen abzuzwacken. Ob es für 50 Bücher 2015 reichen wird, das kann ich nicht einschätzen. Wenn ich nicht wieder schwanger werde, könnte es vielleicht klappen.

Heute fange ich an mit Buch 1: We were liars - E. Lockhart.

1 Kommentar:

  1. Was das analoge Lesen betrifft geht es mir ähnlich, 50 Bücher erscheinen mir daher für mich völlig utopisch. Trotzdem ein tolles Projekt, für das ich dir die Daumen drücke.
    LG, Micha

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