Freitag, 19. Dezember 2014

Betreuungsproblem laut gedacht

Es hat nicht lang gedauert, bis die Welle, von der ich hier schrieb, herangerauscht kam. Vorgestern war es nun soweit. Erstaunlich pünktlich, ich hatte erst im Januar damit gerechnet. 

Nun steht es also fest. Ab 23. Februar fange ich wieder an zu arbeiten. In Teilzeit. 75%. Das sind in Bayern 17-18 Unterrichtsstunden + den Rest (freie Nachmittage, Ferien und so weiter, ihr wisst schon). Meine Schule ist 74 km weit weg. Und da ich mich entschieden habe, vorerst nicht umzuziehen, bleibt es nun dabei: Ich werde pendeln müssen. Mit dieser Tatsache habe ich mich in den vergangenen sechs Monaten irgendwie anfreunden können. Besser zumindest als mit der Vorstellung eines Umzugs, obwohl ich auch das versucht habe. Nachdem ich mich nun für das Pendeln entschieden habe, ist mein größtes Problem das morgendliche Wegbringen.

Die Kinder sind derzeit in zwei Einrichtungen, eine Krippe und ein Kindergarten. Beide Einrichtungen öffnen um 7.00 Uhr. Um 8.00 Uhr ist Schulbeginn, das heißt, ich muss spätestens um 7.50 Uhr im Klassenraum sein. Rein statistisch gesehen muss ich also spätestens pünktlich um 7.00 Uhr losfahren. Zu dieser Uhrzeit kann ich aber frühestens bei einer der Einrichtungen auf die Klingel drücken. 

Was kann ich also tun? 

1. Ich könnte die Kinder aus allen Einrichtungen nehmen und neue Plätze suchen in einer Einrichtung, die ab 6.30 Uhr anfängt. (Es gibt hier im Ort etwa zwei, denk ich.) Ich müsste den ganzen Januar eingewöhnen und drei Monate doppelt Beiträge zahlen. Klingt irgendwie nicht so berauschend. 
2. Ich könnte eine Tagesmutter suchen, die die Kleine betreut und die Jungs in den Kindergarten bringt. Gibt es sowas?
3. Ich könnte eine Babysitterin/Kinderfrau engagieren, die morgens zu mir nach Haus kommt, um die Kinder in den Kindergarten zu bringen. 
4. Ich könnte umziehen und ein Aupair engagieren, die bei uns zu Haus wohnt, und immer, wenn es nötig ist, die Kinder in die Einrichtungen bringt. Ich müsste nur eine 5-Zimmer-Wohnung finden. Kein Problem. 
5. Ich könnte versuchen, keine ersten Stunden zu bekommen. 
6. Ich könnte versuchen, eine andere Mutter/ einen anderen Vater aus der einen oder anderen Einrichtung zu bitten, meine Kinder regelmäßig mitzunehmen. (Ich glaube, diese Möglichkeit fällt für mich aus. Ich kenne niemanden, den ich um so etwas bitten könnte/wollte. Aber es hat mich sehr gefreut, zu lesen, dass andere Menschen so jemanden haben oder hatten. Das ist toll!)
7. Ich könnte....

Ja, was könnte ich denn noch? Ich bin gespannt auf unseren Lösungsweg und werde berichten. Noch gespannter bin ich allerdings aufs Arbeiten. Es wird Zeit.

Kommentare:

  1. Unsere bisherigen Hampelmann-Modelle:
    a) Nach dem ersten Kind Kita am Arbeitsplatz, hatte den Vorteil der schnellen Wege, den Nachteil, dass das arme Kind jeden Tag viel mit dem Auto fahren musste.
    b) Mit Kind 1 und 2 Tagesmutter. Tolle Frau. Außer höheren Kosten und An- und Abfahrtswegen keine Nachteile.
    c) Mit Kind 1,2,3 wegen miserabler Betreuung eine Ehrenrunde von fast zwei Jahren zu Hause eingelegt. Danach Familienleben einmal durchgerüttelt und Vereinbarung mit dem Mann geschlossen, der den kompletten Morgendienst übernimmt und ich den Nachmittag. Er ist dafür spät im Büro, meine Nachmittage und Abende verbringe ich alleinerziehend. Trotzdem das für mich stressfreieste Modell, weil es mich vom Morgenwahnsinn erlöst.

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  2. Ich habe keine. Aber ich bin dankbar, dass unsere KiTa (und der Schulhort) schon um 6 öffnen. Da beginnt der Tag zwar schrecklich zeitig, aber dafür nicht so gehetzt.
    Von deinen Möglichkeiten finde ich Lösung 1 langfristig am besten, aber ich merke, dass sie dir nicht gefällt. Also eine Kinderfrau für morgens?

    Liebe Grüße,
    Steffi

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    1. Ach, ich habe gar nichts gegen Lösung eins. Es gibt nur keine Akutlösung (nur im theoretischen Sinne), denn es gibt keine Plätze in diesen Einrichtungen oder sie machen schon so früh wieder zu, was für mich genauso problematisch ist. Ich werde wohl jemanden für zu Haus finden müssen.
      Liebe Grüße zurück
      Heike

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