Sonntag, 2. November 2014

Essen und Freizeit

Mein wahres Vereinbarkeitsproblem ist ja nicht das von Familie und Beruf, sondern das von Mittagessen und Freizeit.

Ich liebe Mittagessen. Warm muss es sein. Frisch gekocht muss es sein. Lecker muss es sein. Satt muss es machen. Und glücklich. Und wenn es dazu noch gesund ist, na dann hab ich gewonnen. Das Problem: Das muss ja irgendwer organisieren. Wir sind hier inzwischen fünf. Und ich übertreibe nicht, dass auch unser jüngstes Familienmitglied - Kind A - mittlerweile vollwertige Portionen zu sich nimmt. Was die motorische Entwicklung angeht, da lässt sie sich Zeit. Aber die Butter. Die lässt sie sich nicht mehr vom Brot nehmen. (Wörtlich nicht übertragen!) Fünf Mäuler also, die gestopft werden wollen. Allerdings hängen besagte fünf Mäuler an fünf Körpern, die am Wochenende nach Bewegung und frischer Luft schreien. Wer also kocht?

Wir essen als Familie am Wochenende vier Mahlzeiten gemeinsam (Frühstück, Mittagessen, Kuchen und Abendessen) und das gemeinsame Mittagessen ist für mich ein Höhepunkt, auf den ich nicht verzichten möchte. Da ich das Kochen noch übe,
(der Mann sagt, das wäre kein Üben, denn ich koche nicht oft genug dasselbe Gericht, sondern immerzu was neues. So wüssten wir ja nie, wie ein Essen  schmeckt, wenn es mal nicht gelingt oder eben besonders gut gelingt, weil ja keine Vergleichswerte da sind. Die Kinder werden zudem nie sagen können, was eigentlich ihr Lieblingsessen war, weil es ja immerzu was anderes gab. Und dann sagen sie am Ende Pommes, weil es die eben immer mal wieder - in Verbindung mit Chlorwasser - gab.)
verbringe ich auch ziemlich viel Zeit mit der Suche nach neuen Rezepten und beim Einkaufen für diese, beziehungsweise mit dem Nachdenken darüber, was ich aus Vorhandenem wohl noch irgendwie zusammenwerfen könnte, ohne dass auffällt, dass das gar kein richtiges Essen (weil ohne Rezept) ist.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist: ein warmes Mittagessen muss irgendwer kochen. Und das bin bei uns ich. Und so stehen wir jedes Wochenende vor demselben Dilemma. Wenn ich koche, dann muss der Mann die Kinder bespaßen, denn die müssen raus. Immer. Das ist ein Gesetz. Weil ich dann aber nie raus kann und der Mann immer raus muss, machen wir das seit einer Weile anders. 

Ich verlasse den Frühstückstisch und koche das Mittagessen. Danach gehen wir alle zusammen an die Luft und kommen nach zwei, drei Stunden wieder, um gemeinsam zu essen. Meistens ist das Essen dann noch warm. Wenn nicht, wird es schnell warm gemacht. Das macht so viel mehr Spaß und ist viel besser für meine Haut. (Den Ablauf meine ich, nicht die Temperatur des Mittagessens. Weil Luft und Bewegung und so!)

Heute waren wir laufen. Zwei Kinder im Anhänger und eins auf dem Rücksitz vom Fahrrad. Wir haben auch mal getauscht, sodass ich auch 2 km gelaufen bin (der Mann 11, nehme ich an). Die Kinder laufen oder fahren unterwegs nicht, die toben sich auf dem Spielplatz aus. Von Spielplatz zu Spielplatz - da geht es um uns. 
Die Luft war heute herrlich, der Spielplatz gehört bei dem Wetter immer nur ins allein, (das wissen wir aus den vorangegangenen Wintern) und jetzt schlafen alle in ihren Betten, mit warmer Kürbis-Lauch-Suppe im Bauch. So stell ich mir den Sonntag vor. 

Und wie macht ihr das so? Wie vereinbart ihr Essen und Freizeit? 














Kommentare:

  1. Schön sieht's bei euch aus, so richtig herbstlich!
    (Habe keinen Tipp für die Vereinbarkeit. Wir essen meist erst abends warm und wechseln uns irgendwie ab. Haben aber auch nur 3 Mäuler zu stopfen.)

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  2. Da wir am Wochenende zu den "Lang"-Schläfern zählen und die Kinder ewig frühstücken, essen wir meist abends warm. Nach dem langen und üppigen Frühstück geht es meist raus nach draußen, am frühen Nachmittag essen wir dann was Kleines plus Kuchen ;-), und abends kochen wir gemeinsam. Das ist dann Teil meiner Freizeit, jedenfalls, so lange nur der Mann in der Küche mithilft und nicht die Kinder. *hust*

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  3. Wir essen am Wochenende oft später unser Mittagessen, denn mir ist es wichtig, in der Schlafenszeit vom Kleinen auch eine Pause für mich zu haben und dabei nicht komplett in der Küche zu stehen. Also wird es schon mal 15:00 Uhr. Da zumindest die großen Kinder aber auch spät frühstücken, ist das kein Problem.
    LG, Micha

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