Montag, 22. September 2014

Montage - früher und heute

Ich wollte den ganzen Tag irgendwas bloggen. Aber hier herrscht Montagsblues. Hatte ich früher nicht. Fand ich auch ziemlich furchtbar, wenn andere das hatten.

Früher hab ich mich auf Montag gefreut, weil

ich mich am Wochenende so erholt habe, dass ich wieder richtig Lust aufs Arbeiten hatte. 

ich am Wochenende so richtig abschalten konnte und es genoss, den Einschaltknopf am Sonntag 
Abend zu bedienen, indem ich mich auf die Arbeit am nächsten Tag vorbereitete. 

ich in den meisten Fällen freitags die Arbeit so verlassen habe, dass ich am Montag ruhigen Gewissens in die neue Woche starten konnte

ein Wochenende früher sich nicht so gravierend von den Wochentagen unterschied (in Bezug auf die eheliche Gemeinschaft)

sich meine Wochentage nicht so massiv von denen des Mannes unterschieden (er arbeitet, ich sauge nicht Staub)


Heute kann ich Montage nicht ausstehen, weil 

der Mann mich entweder schon am Sonntag Abend oder Montag sehr früh, meistens noch vor dem Aufstehen verlässt, um eine Arbeitswoche fern der Heimat zu starten

ich jeden Montag mit den Kindern allein bleibe (die sind schon ok, es liegt an mir, nicht an ihnen!)

ich mit Kindern allein bleibe, die ihren Vater vermissen und mir das auch deutlich zeigen, indem sie mich morgens begrüßen mit "Papa? Arbeiten?!"

ich mindestens bis Mittwoch brauche, um mich mit den Kindern wieder so in meinem Rhythmus einzufinden, wie er war, bevor am Freitag der Papa hier reinrauschte

ich für die Kinder nicht Mama UND Papa sein kann und deswegen die Wochentage zwangsläufig weniger Spaß machen als das Wochenende

ich selbst den Papa/Mann/Geliebten vermisse und meine schlechte Laune nicht mal an ihm auslassen kann, beziehungsweise das per Skype einfach nicht so viel Spaß macht


Wenn ihr mich also in Zukunft an einem Montag seht/trefft/hört, macht einfach einen Bogen um mich. Gespräche sind an diesen Tagen weder für euch noch für mich fruchtbringend. 


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