Donnerstag, 14. November 2013

Im Schongang

Hier is aber auch nix los zur Zeit. Woran das liegt? Hab mit mir selbst zu tun. Und dann mit den Jungs. Und dann wieder mit mir selbst. Und wenn noch ein bisschen Zeit übrig ist, dann auch mit mir selbst. Schwanger sein ist keine Krankheit, sagen sie. Mittlerweile fühlt es sich aber leider so an. Die Stunde morgens und die drei Stunden nachmittags, die ich mit meinen Jungs verbringe sind nur mit viel Füße hochlegen tagsüber ohne Blessuren zu überstehen. Zum Aufstehen brauche ich manchmal Assistenten und die Jungs sind dafür denkbar ungeeignet, die kippen glatt um, wenn ich mich an ihnen hochziehe. 33. Woche und noch mindestens sieben vor mir. Das fühlt sich ein bisschen an wie eine kleine Ewigkeit. 
Seit einem Besuch der Oma hat sich mein Töchterchen gedreht und sucht wohl schon den Ausgang. (wahrscheinlich haben wir zuviel Nestbau betrieben.) Deswegen soll ich mich jetzt noch mehr schonen als vorher schon. Von der vielen Schonung ist mir schon ganz schwummerig und so habe ich mir jetzt jeden Tag mindestens einen Termin organisiert, der mich vom Schonen ein bisschen abhält. Das ist nämlich denkbar langweilig, die viele Schonerei. Dabei könnte ich ja jetzt endlich bloggen, den ganzen Tag, was das Zeug hält. Aber von der Schonung ist mein Gehirn auch schon betroffen. Es ist im Grund die meiste Zeit offline. Heute Morgen im Auto habe ich zum Kindspapa gesagt: "Kuck mal wie schön der Mond ist", und auf die aufgehende Sonne gezeigt. 
Liebes Töchterchen, heute beim Zahnarzt habe ich durchaus mit einigem Ernst vorgeschlagen, wir könnten die Behandlung gern am Tag 37+0 vornehmen lassen, wenn sie sich Sorgen über das Auslösen von Wehen machen. Man hat abgelehnt. Nicht nur deshalb werde ich für dich meine letzte Gedulds-, Eisen-, und Gehirnreserve zusammenkratzen und irgendwie durchhalten. In der Zwischenzeit lenke ich mich einfach mit deinen Brüdern ab. Einer davon hat nämlich mindestens noch vor dir Geburtstag.

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