Dienstag, 17. September 2013

Sonntag im Zoo

Am Sonntag waren wir das erste Mal im Zoo, das heißt eigentlich im Tiergarten, aber den Unterschied musste ich googeln und selbst die Einrichtung, in der wir waren, nimmt es mit der Bezeichnung nicht so genau. Sie begrüßen mit Flaggen, auf denen groß Zoo steht, nennen sich aber Tiergarten (wahrscheinlich gab's die Flaggen im Sonderangebot auf der Tiergartenaustattungsausstellung).
Im Aquarium waren wir ja schon einmal, aber das war nicht besonders erfolgreich, an dieser Stelle nachzulesen. Einmal waren wir auch auf der Kinderfarm, aber das war im tiefsten Winter, da haben sich im Streichelzoo alle Tiere versteckt und es gab eigentlich nur Hühner aus ganz viel Entfernung zu sehen. 
Da die Regenzeit hier wieder begonnen hat und die aktuelle Regenausstattung der Jungs in den Kindertagesstätten auf Benutzung wartet, fehlt uns zu Hause derzeit die richtige Ausrüstung für unsere Waldkindergartenjungs. Deshalb war es Zeit für ein alternatives Sonntagsprogramm. Bei Regen starren die Kids unter der Plane vor und bei Regenpause schieben sie den Kinderwagen durch den Zoo. Toller Plan und noch bessere Umsetzung, denn es regnete eigentlich nur auf der Hinfahrt im Auto. Unser Ausflug blieb verschont und so konnten wir uns im eigentlich komplett leeren Tiergarten so richtig Zeit lassen. Die brauchten wir nämlich, denn Paul und Moritz blieben gleich kurz hinter dem Eingang gefühlte 20 Minuten stehen. Die Meerschweinchen waren schon dermaßen beeindruckend, dass wir ein wenig Angst bekamen in Bezug auf die "richtigen" Tiere. 


Wir lockten und riefen und am Ende gingen wir einfach weiter. Aber das half nichts. Die blieben da.


Nach einer Weile mussten wir die Meerschweinbeobachtung abbrechen - schließlich macht so ein Zoo auch irgendwann wieder zu, selbst wenn er gerade aufgemacht hat. Außerdem zeigte sich Paul wenig lernbereit und sagte immer wieder "nyuszi" (ÜS: Hase) zu den putzigen Dingern.

Die Papageien haben die beiden dann doch wieder weggelockt und wenig später neigte Moritz seinen Kopf zu einem "cicaaaaa" (ÜS: Miezekatze) vor dem Fennekkäfig.


Im Kinderdschungel spielten die beiden erstmal ne Runde Fangen und wir freuten uns über das Gerenne (je mehr Gerenne am Vormittag, desto Mittagsschlaf am Nachmittag).


Der "maci" (ÜS: Bär) war mindestens genauso neugierig auf die Jungs wie sie auf den Bären.


Aber das Kamel war dann doch lustiger.


Den Tiger mussten wir lange suchen und haben ihn nur zufällig in der letzten Ecke entdeckt. Durch ein Mini-Fenster riefen die Jungs dann wieder mal "cicaaaaaa". Diesmal stimmt es wenigstens.


Irgendwann kam der Ententeich, der immernoch eine große Faszination ausübt.


Der Zoobesuch endete mit einer großen Portion Penne Bolognese im anliegenden Italiener. Und die Eindrücke wurden - insofern hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt - in einem dreistündigen Mittagsschlaf verarbeitet. Ein Traum von einem Sonntag. 


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