Dienstag, 3. September 2013

Bayern hat uns wieder...

und Paul begrüßt wie immer unser Heim mit den Worten: "Menjünk haza." (ÜS: "Lass uns nach Hause fahren!") Dasselbe macht er allerdings auch in Budapest. Der arme Junge! So klein und schon so heimatlos. Moritz hat sich sofort Sonntag Nacht auf sein Dreirad gestürzt und ist durch die Wohnung gefahren, bis alle Gepäckstücke eingeräumt waren und Paul, der gar nicht aufgewacht war, auch bettfertig war. Dann haben sie in Einklang bis um halb acht geschlafen - Rekord!!!! - und am Morgen so lange rumrandaliert, bis wir echt aufstehen mussten. 
Heute fing nun der Ernst des Lebens wieder an. Moritz in die Krippe und Paul seinen ersten Eingewöhnungstag im Kindergarten, der wie auch schon in der Krippe damals nur anderthalb Stunden dauern durfte, damit er sich nicht so erschreckt. Nun ja. Moritz wollte zu Oma, Opa oder zu seinem Fahrrad, nur in die Krippe wollte er nicht. Ich hoffe für seine Erzieherinnen, dass er nicht den ganzen Tag jammert. Und Paul hat sehr viel Respekt vor der neuen Umgebung gezeigt. Zum Glück war der Papa nicht mit in der Krippe, denn der junge Mann hat sich am meisten mit dem Kinderwagen und der Babypuppe beschäftigt. Es war zu merken, dass die Kategorien, wer womit spielt, im Kindergarten  schon eindeutiger sind - ganz im Sinne des Papas. In Pauls Augen stand die meiste Zeit: Die Kinder hier sind alle so riesig und es gibt viel zu wenig kuschelige Erzieherinnen und außerdem "menjünk haza". Das hat er durchaus auch mehrmals ausgesprochen. Zu Hause haben wir dann eine Runde frische Pfifferlinge gegessen, lecker! 
und jetzt versuchen wir uns beide in Mittagsruhe. Und aus dem Kinderzimmer hallt es immerzu: M-O-R-I-T-Z?!?

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