Montag, 22. April 2013

Das bisschen Freizeit

An diesem Wochenende hab ich mal was mit meiner Familie gemacht. Arbeit nur in wohldosierten Dosen, morgens vor dem Aufstehen, in Form von Aufsatzkorrekturen, deren Spaßfaktor ich auch erst wieder neu für mich entdecken muss. 
Gestern Nachmittag haben wir die hiesige Margareteninsel für uns entdeckt. Nachdem es die letzten Tage wieder schrecklich viel geregnet hat, kam gestern die Sonne zum zweiten Mal in diesem Jahr raus und mit ihr das ganze Freizeitvolk. Da war wieder extrem zu merken, dass wir in Deutschland, vor allem aber in Bayern sind. Das Freizeitvolk spaziert in der Sonne nicht nur einfach nur herum, sondern kommt mit der besten Ausrüstung für alle Fälle ausgestattet. Skater und Fahrradfahrer sind da noch die langweiligsten. Am interessantesten sind, was die Ausrüstung angeht, die Familien, denn die kommen mit Fahrrädern, Fahrradanhängern, Fahrradanbauten für Kinderfahrräder, Sonnenschützen, Laufrädern, Kindern ausgestattet mit Helmen, Trinkflaschenhalteapparaten und Fahrradhandschuhen, Stützräder für alle Fälle und ein Ersatzrad, falls das erste nicht mehr gefällt. Es fehlt diesen Familien einfach an nichts.
Und wir? Wir haben uns gestern einfach dazu gesellt. Wir haben zwar nicht so viel Ausrüstung, aber Freizeit, die hatten wir. Wir waren laufen. 4,5 Meilen. Und die Kinder haben wir zusammen im Fahrradanhänger  vor uns herumgeschubst. Ich nehme an, es wird nicht mehr lange dauern, dann müssen auch wir unsere Ausrüstung aufstocken. Gestern allerdings haben wir den Bewegungsdrang der Jungs gelöst, indem wir bei Meile 3,5 eine Pause am Spielplatz gemacht die Jungs am Klettergerüst ihre Runden drehen lassen haben. Und wir haben so lange die Teenies auf den Wippen angestarrt, die gelangweilt auf ihre Handys starrten, um sich gegenseitig darüber zu informieren, was der andere gerade auf seiner Timeline hat. 
Neben dem Ausrüstungsvergleich, bei dem wir je nach Sichtweise noch ganz gut oder schlecht wegkommen (es fehlen die Kinderfahrräder in verschiedenen Formen und die Speziallaufklamotten), haben wir auf dem Spielplatz natürlich auch mal wieder Kindervergleich gemacht. Neben Moritz, der das Klettergerüst nur so raufflitzte, war ein Junge, der im direkten Vergleich aussah wie 1 Jahr, weil er höchstens 8 Kilo wog und schätzungsweise 9 cm kleiner als Moritz war. Genau das war wohl aber der Grund, warum Moritz am Boden blieb und wie ein Weltmeister kletterte und sein Vergleichskind auf die Rutsche gesetzt werden musste, dafür aber schon selbstständig herumlief, was Moritz sich bisher nur dann traut, wenn er weiß, wo er sich als nächstes festhalten kann. Immer mal wieder schön, so ein wohldosierter Kindervergleich. Nach unserer Rückkehr haben wir Würstchen in der Pfanne gebraten und mit Budapest geskypet. Das Erholungsgefühl schloss mit dem beginnenden Muskelkater heute Morgen ab. 

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