Montag, 1. April 2013

Ostern online

Ein großer Vorteil von Feiertagen ist das Plus an Zeit, das man hat, bzw. in meinem Fall sich einfach nimmt, um abzuschalten, damit man wieder auftankt für den unangenehmen Rest zwischen den Urlaubstagen. Das Problem ist jedoch, dass man, bzw. ich, einen Teil dieser Zeit dann nutzt, um zu kucken, was der Rest der Welt zu Ostern so treibt. Und da kommen wir zu meinem ganz persönlichen Problem. Facebook führt mir jedes Jahr vor Augen, dass ich nicht genug backe, nicht genug dekoriere und nicht genug Events für meine Kids veranstalte. Außerdem zeigt es mir, dass ich zu wenig Zeit in Südostasien verbringe, immernoch nicht in Australien war und nicht mehr genug Zeit mit meiner Schönheit verbringe (weder in echt noch in Photoshop), um mindestens alle paar Monate ein neues Profilfoto einzustellen. 
Zu Ostern hat mir der Trip in die Online-Community gezeigt, dass ich nicht genug bunte Eier hatte und verflixt noch mal auch keine mit den Kindern gefärbt habe. Ich hatte keine Ostertischdecken und auch keine Osternestchen. Aus schlechtem Gewissen habe ich einen Fensterbildhasen gekauft und ihn am Freitag an die Scheibe in der Küche gepappt - das war meine ganze Deko-Leistung dieses Jahr. Es gab Osterschokolade und ein paar Osterkleinigkeiten für die Kinder, aber weil es hier seit Freitag dauerregnet oder schneit, haben wir die noch nicht mal verteilt. Das Sonntagessen war selbst gemachte Gulaschsuppe - dafür könnte ich mir auf die Schulter klopfen, nur leider war das nicht mein Selbst, sondern das der Oma. Ich hab sie nur an die Kinder und die Gäste verfüttert (die Suppe, nicht die Oma). 
Ich hab ein paar Ausreden für meine geringfügiges Feiertagsengagement: Ich muss arbeiten. Hab mich mit Freunden und Kollegen getroffen, die ich ewig nicht gesehen habe. Wir haben eine Fotosession mit Dora Hiba gemacht und wir hatten von Freitag bis heute Besuch. Aber da diese Ausreden nicht wirklich zählen, letztere sogar eine Verpflichtung zu noch mehr Deko-, Back-, und Kochaktionen wäre, habe ich mir vorgenommen, die nächsten Feiertage einfach etwas weniger Zeit in der Online-Community zu verbringen und bei irgendwem live zu überprüfen, wie viele Ostereier und Lämmer er/sie organisiert.

Kommentare:

  1. Es ist ja inzwischen untersucht und erwiesen, dass Facebook unzufrieden macht... Lösung: Ostern offline ;-) Mama

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