Samstag, 26. Januar 2013

Kinder weg. Zu viel Zeit.

Komisches Gefühl, wenn die Kinder plötzlich weg sind. Seit ihrer Geburt waren wir eigentlich keinen Tag wirklich getrennt. Und jetzt sind sie plötzlich fünf Tage weg. Ohne mich. Nur mit dem Papa. Hab ich angeleiert, weil wir hier aus den Krankheiten nicht mehr rauskamen und sich alle mal ein bisschen auf sich konzentrieren sollten. Heute ist Tag 4 ohne meine beiden Jungs (und ohne den Papa) und die Zeit kommt mir inzwischen vieeeeeeeeeeel zu lang vor. Ich habe gekocht, geputzt, Wäsche gewaschen, 2 Stunden die ZEIT gelesen und ausgiebig gefrühstückt, war einkaufen, eine Stunde shoppen in der Innenstadt, ne Runde Fahrrad fahren (ich musste ja in die Innenstadt kommen) und habe auch schon 2 Kaffee getrunken. Und das alles, obwohl es erst 13 Uhr ist. Wenn ich ein Teenager wäre, würde der Tag für mich gerade erst langsam anfangen. Und auch trotzdem der Tag für mich schon um 6 Uhr begonnen hat, hab ich das Gefühl er fängt erst an, weil immernoch so wahnsinnig viel Zeit übrig ist. Das ist ein Gefühl, das ich gar nicht richtig beschreiben kann. Nach all dem Stress der letzten Wochen, Grippen in allen Formen und Farben über mehrere Wochen, und einer aufwendig vorzubereitenden Prüfungslehrprobe, die gestern dann endlich erfolgreich stattfand, kommt mir diese viele Zeit wie ein Geschenk vor. Ein Geschenk außer der Reihe allerdings, mit dem ich irgendwie überfordert bin. Die Stille in der Wohnung ist gruselig und die Legosteine habe ich extra liegen lassen, damit ich ab und zu aus Versehen drauftreten und mich ärgern kann. Sonst würde ich mir hier fremd vorkommen. Noch 36 Stunden, bis meine Jungs wieder eintrudeln, inklusive Papa. Wird auch Zeit.

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