Donnerstag, 20. Dezember 2012

Kinderkrankheiten Folge 5

Eigentlich hab ich gar keine Lust mehr zu posten. Ist ja doch immer dasselbe. Ob nun diese Viren oder jene Bakterien, wen interessiert der Quatsch schon. Keiner will Jammerposts lesen. Aber ich muss das auch mal rauslassen, damit ich wieder Energie schöpfe.
Was so harmlos mit verschnupften Augen der Kinder am Samstag anfing (der einzige Harm an der Sache war eigentlich, dass die Kinder damit nicht in die Krippe dürfen, denn krank fühlten sie sich nicht), ging am Sonntag mit richtig verklebten Augen weiter, die nicht zu reagieren schienen auf Omas und Homö's Hausmittel (ja, ich weiß, über Nacht heilt kein Mensch sowas, aber ich wollte schleimfreie Augen am Montag). Nun, wir sind dann am Wochenende nochmal zum Bereitschaftsdienst, beiden Jungs wurden Augentropfen verschrieben, nebenbei hat der Arzt dort Moritz abgehört, der Junge machte rasselnde Geräusche beim Atmen und schwups, auch ganz nebenbei hat er ihm eine obstruktive Bronchitis diagnostiziert und auch dafür Tropfen verschrieben. Am Abend feierten wir hier dann ein Tropfenfestival. Paul hatte noch am wenigsten davon, aber Moritz bekam Tropfen in nahezu alle Körperöffnungen. 
Auf unserem Nachmittagsspaziergang später war mir dann schon komisch, mein Hals tat plötzlich weh, innen wie außen und ich ahnte schon, wie's diesmal weitergeht: Schüttelfrost, Fieber, Schluckbeschwerden und noch vieles mehr kam dann später in der Nacht. Was meine Kinder so nebenbei bearbeiteten und was ihnen die Fröhlichkeit und Ausgelassenheit nicht nahm, haute mir die Füße völlig weg. Und so fand ich mich dann Montag früh fiebrig zu Hause, unfähig, das Bett oder die Couch zu verlassen, mit der Aussicht auf 12 Stunden Kinderprogramm. Ich weiß nicht, wie andere das machen, für mich war das Überlebenstraining. Ich hab unsere Rendevous-Babysitterin angerufen und irgendwie die Tage rumgekriegt, indem ich bis um 11 den Kindern von der Couch aus beim Spielen zugeschaut habe, um mich dann, als sie kam, ins Bett zu schleppen. 16 Uhr dann wieder auf die Couch und hoffen, dass der Papa bald kommt. Von der Oma hör ich immer die Geschichte, wie sie einmal, da war der Opa bei der Armee, eine Mandelentzündung hatte, mit hohem Fieber, und allein mit uns war, und nicht weiß, wie sie das überlebt hat. Und ich kann ihr diese Frage gar nicht beantworten. Am liebsten hätte ich den Jungs vom Sofa ein Brötchen hingeworfen zum Mittagessen, nur bitte, bitte nicht aufstehen müssen. 
Seit gestern sind die beiden jetzt augenschleimfrei wieder in der Krippe und ich arbeite an der Regeneration. Ich muss mich beeilen. Wer weiß, wann das nächste Scheiß-Virus oder -Bakterium kommt.  

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