Montag, 19. November 2012

Die immunologische Schulung geht weiter

Die Woche beginnt (gefühlt) wie immer, seit ich das Referendariat angefangen habe, mit einem Krankheitsfall. Und damit hab ich sie voll, meine erlaubten drei (oder vier) Pflegetage für meine kranken Kinder. Alle Krankheiten, die jetzt noch kommen, habe dann wohl tatsächlich offiziell ich und um ehrlich zu sein, bis jetzt stimmte das sogar, bis auf die Mittelohrentzündung, die ist ja wenig ansteckend. 
Diesmal ist der Kranke Paul, der offenbar zu intensiv Geburtstag gefeiert hat am Wochenende und, nachdem er gestern schon den ganzen Tag nur rumgemümmelt hat beim Essen, heute Morgen kurzerhand auf den Frühstückstisch gekotzt hat. Danach war er allerdings mopsfidel (sowas kann ja gehörig erleichtern), sodass wir ihn in die Krippe gebracht haben, nach gründlicher Säuberung. Tief im Innern war mir klar, dass da noch was kommmt. In der Schule hab ich dann die ganze Zeit mit einem Auge auf mein Telefon gestarrt. Um zehn vor elf war es dann auch soweit: Der Anruf, dass ich mein Kind abholen solle, weil es Durchfall hat. Heutiger Arbeitsschnitt: Eine Schulaufgabe in der neunten Klasse schreiben lassen, über die Lehrprobe im Januar gesprochen, eine Vertretung für die sechste Stunde organisiert und mich für's Seminar am Nachmittag entschuldigen lassen. Nun bin ich zu Haus und der Patient liegt im Bett und heute Nachmittag, wenn ich meinen Termin mit Moritz habe (der seine Mittelohrentzündung jetzt scheinbar besiegt hat), zwinge ich den Doc ma raufzukucken auf meine zweite Virenschleuder. Bitte keinen anstecken, lieber Paul. Jedenfalls nicht in diesem Haus. Bitte.

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