Dienstag, 9. Oktober 2012

23 Monate und ein Ende in Sicht

Noch einen Monat ungefähr, dann ist es amtlich und ich hab genau zwei Jahre hintereinander gestillt. Manche stillen in diesem Zeitraum ein Kind, ich hab halt zwei reingequetscht. Und da kein neuer Stillkandidat in Aussicht ist, der diese Zeit auf drei oder vier Jahre ausdehnen würde, geht es langsam auf Abschied vom Stillen zu. Moritz is jetzt neun Monate alt und zeigt vermehrtes Interesse an fester Kost. Im Gegensatz zu seinem Bruder in dem Alter zeigt er sich auch durchaus kau- und beißwillig, mampft Zwieback und auch Brot gern und ohne großes Würgen und auch der Brei muss nicht mehr püriert sein, höchstens zerquetscht. 
Gestillt habe ich ihn, seit er in die Krippe geht, morgens und abends, nachts nach Bedarf (Gott sei Dank ist er jetzt wieder fit, hat wenig bis gar keinen Bedarf und schenkt uns dauernd Durchschlafnächte) und für den Vormittag hat er noch eine Flasche Muttermilch in die Krippe mitbekommen, die ich nachmittags abgepumpt habe. Seit dieser Woche pumpe ich nicht mehr und er darf jetzt noch in der Krippe die nächsten vier Wochen den Milchvorrat aus dem Tiefkühlfach wegtrinken. Danach heißt es zwischen 8 und 16 Uhr muttermilchfreie Zeit und für mich heißt das nur noch morgens und abends stillen. So wie ich Moritz einschätze wird auch das nicht mehr ewig gehen, aber bis zum Januar darf er auf jeden Fall. Trotzdem klingt es schon in meinen Ohren: Stillen ade, Abschied tut weh. Das wird sicher komisch, aber Vorteile fallen mir durchaus ein. Abends weggehen können: cool. Keine Stilleinlagen kaufen: obercool. Nachts ohne BH schlafen: Unbezahlbar.

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