Dienstag, 7. August 2012

Wir sind eingewöhnt - ich muss jetzt gehen.


Heute ist ein großer Tag für uns alle. Nachdem ich nun so lange über das Trara bei der Krippeneingewöhnung hergezogen bin, muss ich feststellen, dass selbiges sehr erfolgreich war für die Jungs. Ich allerdings fühl mich schrecklich, denn für mich bedeutet das, dass ich heute das erste Mal die Krippe verlassen muss. Dabei war ich doch gerade so schon eingewöhnt.

Morgens ein bisschen Brei kochen, mit den Kindern frühstücken, Tasche packen, Kinder packen und ab in die Krippe. Dort die Kinder auspacken und von strahlenden Kindern mit Rufen begrüßt werden (sie haben zwar immer nur "Hallo P" gerufen, aber er hat eben die blaueren Augen). Danach ein gemütliches Plätzchen in der Ecke suchen und mit den Krippentanten klönen (kostenlose und kostbare Bayerischstunden). Ab und zu ein Türmchen bauen, einen kuschelbedürftigen P zurück zum Spielen schicken und zur Zwischenmahlzeit einen frisch gebrühten Kaffee serviert bekommen.

Während die Kinder draußen sind, von 9.30 Uhr bis 11 Uhr, gemütlich in die Kuschelecke der Turnhalle mit einem Buch zurückziehen und im nicht eintretenden Notfall zur Verfügung stehen. Dann noch ein bisschen in Spielzeugkatalogen blättern und ein Schwätzchen mit einer Eingewöhnungskameradin aus Straubing halten (kostenlose und kostbare Bayerischstunde Nummer zwei). Mir beim Mittagessen um den Bart gehen lassen, wie schön P isst und wie schön M beim Essen einschläft und dann die Kinder einpacken, nach Hause, ins Bett schmeißen und zwei Stunden Mittagsruhe. So schön war die Zeit.

Heute soll die schöne Zeit der Eingewöhnung nun vorbei sein. "Morgen können Sie dann ruhig gehen!", hat man mir gestern gesagt. Und obwohl ich das die ganze Zeit wollte, weiß ich jetzt gar nicht, ob ich gehen will. Ich könnte das jetzt auf den guten Kaffee schieben und auf die gemütlichen Sitzecken. Aber in Wirklichkeit hab ich wohl mehr Probleme mit dem Loslassen als die Kinder. Und deswegen mache ich mir Sorgen, was ich wohl mit meiner neu gewonnenen Zeit anfangen werde. Mich heimlich in der Turnhalle verstecken? Es könnte ja doch ein Notfall eintreten. Oder soll ich immer um den Block laufen? Nach Hause gehen, einen Kaffee trinken, auf die Uhr kucken ("wie macht die Uhr P?") und dem Zeiger beim Bewegen zuschauen? Komisches Gefühl, dieses Eingewöhntsein.

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