Donnerstag, 16. August 2012

Wackel-Dackel und Wickelstuhl

Zur Zeit hab ich zwei Wackeldackel im Haus. Moritz hat vor ein paar Tagen angefangen vermehrt mit dem Kopf zu wackeln, vor allem wenn er auf dem Bauch liegt. Das scheint ihn irgendwie zu entspannen und vor allem findet er's wohl furchtbar lustig. Einer, der das noch viel lustiger findet, ist Paul. Was Moritz kann, kann ich schon lange, denkt er sich und läuft immerzu mit dem Kopf wackelnd durch die Bude. Am meisten Spaß macht es ihm allerdings sich vor Moritz hinzusetzen und dort so lange mit dem Kopf zu wackeln, bis Moritz das auch macht. Ich hab mich über meine Wackeldackel die letzten Tage so königlich amüsiert, dass ich auch gleich mitgemacht habe. Die Suchmaschine hat mir aber gerade den Spaß verdorben, weil da geschrieben steht (wo, da bin ich jetzt zu faul zum verlinken), dass die Kopfwackelei das ganze Kleinkindalter über gehen kann und man das lieber nicht verstärken soll. Wenn das so funktioniert wie bei Paul mit dem Kreischen (von Oma und Opa in jungen Monaten exzessiv gefördert), dann wird Wackeln jetzt für unlustig erklärt und ab sofort herrscht hier Wackelverbot. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät.
Moritz hat neben dem Kopfwackeln zwei weitere neue Fähigkeiten, mit denen ich nicht hinter dem Berg halten will (oder vielleicht lieber doch?) Die eine ist ganz praktisch, vor allem für ihn selbst, er hat angefangen mit den ersten Versuchen der Fortbewegung, derzeit noch hauptsächlich im Kreis und rückwärts robbend, aber jeder fängt mal klein an. Die zweite ist weniger praktisch und vielleicht auch keine besondere Fähigkeit, eher eine unangenehme Angewohnheit: Moritz macht neuerdings regelmäßig seinen Stuhl auf den Tisch, den Wickeltisch um genau zu sein. Vielleicht hat er die Nase voll von der Windel und will mir damit sagen, dass es Zeit ist fürs Töpfchentraining? Die Krippe scheint bei meinen Kindern für ziemlich krasse Entwicklungssprünge zu sorgen. Paul löffelt ja inzwischen auch, und zwar exakt seitdem er in der Krippe neben Moritz der einzige ist, der gefüttert wird. Das ist ihm dann wohl doch zu doof.
 

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