Montag, 23. Juli 2012

Wer löffeln kann ist klar im Vorteil

Paul interessiert sich neuerdings für den Löffel. Ich sehe da eine enge Verbindung zu den Speisekammerbesuchen mit seinem Opa. Denn nachdem der Opa ihm gezeigt hat, dass man mit einem Löffel auch Honig pur essen kann, stelle ich eine gesteigerte Motivation im Bereich des selbstständigen Essens und speziell der Löffelei fest. Paul ist wohl klar geworden, welche Möglichkeiten ihm in den Speisekammern der Omas und Opas dieser Welt offen stünden, wenn er selbst löffeln könnte. Das Türen- und Gläseröffnen stellen auf dem Weg zum selbstständigen Honigkonsum ja schon lange kein Hindernis mehr dar - allein die klebrigen Hände.
Es ist allerdings zu beobachten, dass Paul seine Abneigung gegen schmutzige Hände - zumindest am Essenstisch - langsam ablegt. Er hat inzwischen festgestellt, dass man Essen an den Händen ablutschen kann, wenn es da festklebt - und bietet diese Möglichkeit mitunter auch anderen Essensteilnehmern an. Erst wenn Anwesende diese einmalige Gelegenheit ausschlagen, fordert er die Reinigung mit einer Serviette ein. Und wenn er sich gar nicht erst schmutzig machen will, versucht er es eben mit dem Löffel. 
Ein weiterer Grund für das gesteigerte Löffelinteresse ist die Verlangsamung der automatischen Löffelfrequenz auf Grund der Anwesenheit eines weiteren Fütterungskandidaten in diesem Hause. Die Löffel kommen Paul einfach nicht schnell genug und er hat wohl das Gefühl ab und zu selbst zum Löffel greifen zu müssen, um nicht vor vollem Teller zu verhungern (eine Taktik, die sicher auch schon früher zum Einsatz hätte kommen können). 
Zu guter Letzt will Paul sich ganz sicher nicht das Essen vom Löffel nehmen lassen von seinem kleinen Bruder, der mir schon jetzt ab und zu den vollen Löffel aus der Hand reißt um ihn sich unkontrolliert in den Rachen zu schieben. Und bald wird dem guten Paul wohl auch klar werden, wie wertvoll diese Fähigkeit ist, wenn er in zwei Wochen das erste Mal in der Krippe is(s)t.

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