Dienstag, 24. Januar 2012

Tandemstillen pro und kontra

Moritz ist jetzt 14 Tage zu Hause und seit ca. 10 Tagen stille ich nun beide Jungs Tandem, wie man so schön sagt. Das hat Vor- und Nachteile. Seit einer ganzen Weile gibt es von Pauls Seite her kein "Auf-den-Kopf-Gepatsche" und "die-Decke-Wegziehen", wenn ich Moritz stille. Hat wohl genau damit zu tun, dass Paul jetzt auch wieder seine Milch- und Kuschelration bekommt, morgens und abends. Anders kann ich mir das nicht erklären. Oder vielleicht ist der Kleine auch erstmal langweilig geworden. Ab und zu ist er noch interessant, vor allem, wenn er lustige Geräusche macht, wie zum Beispiel, wenn er Schluckauf hat oder ein Bäuerchen macht. Ansonsten wird Moritz von Paul eigentlich bisschen ignoriert. Und wenn wir alle zusammen sind, dann spielt Paul so vor sich hin. Scheint also tatsächlich was zu bringen, die Tandemstillerei, jedenfalls in Bezug auf geschwisterliche Eifersucht. Vielleicht ist es aber auch zu früh für solche Einschätzungen.
In anderer Hinsicht erleichtert mir die Doppelstillerei das Leben nicht unbedingt. Denn das Milchangebot ist ja jetzt für zwei Personen ausgerichtet, zu einer Zeit trinkt aber immer nur ein Brüderchen. So besteht die meiste Zeit des Tages Milchüberschuss. Und wenn selbst der große Paul sich beim Trinken verschluckt, dann brauche ich mich wohl nicht zu wundern, dass Moritz Probleme hat mit der Milch-fließgeschwindigkeit, und -menge. Bei Moritz läuft Stillen zur Zeit so, dass er einmal für 15-20 Minuten trinkt und dann so übervoll ist, dass er ca. anderthalb Stunden damit kämpft, den Überschuss wieder loszuwerden. Und wenn er damit  fertig ist, dann fängt er langsam wieder an Hunger zu bekommen. Klasse Beschäftigung für Mama. Ich schätze Moritz muss erst noch lernen, mit den Milchmengen umzugehen. Wäre schön, wenn er das schnell tun würde. Dann könnte ich mal wieder was anderes machen als immer nur stillen. 
Tandemstillen heißt ja eigentlich parallel stillen, also zur gleichen Zeit. Aber das hab ich nun wirklich nicht drauf. Bei mir heißt die Devise immer erst der eine, dann der andere. Das Problem ist aber, dass das morgens und abends tatsächlich im fliegenden Wechsel passiert. Da kommt man sich schon so bisschen komisch vor. Vor allem aber braucht man sich nicht viel vorzunehmen weder abends noch morgends. Denn irgendjemand will in diesem Hause immer was trinken.

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