Montag, 16. Januar 2012

Stillen zu dritt (III)

Nachdem ich Paul erfolgreich bis zum Tag von Moritz Geburt gestillt hab, wollte ich eigentlich auch danach nicht damit aufhören. Irgendwie (nicht so kompliziert, irgendwie, sondern ganz einfach mit Geld) haben wir es geschafft, dass Paul Einlass in die Wochenstation gewährt wurde zweimal am Tag. Dort hab ich ihn dann versucht zu stillen. Die Betonung liegt auf Versuch, denn der junge Mann zeigte absolut kein Interesse. Das war ihm sowieso alles total komisch, dass ich da rumlag und nicht so fit war. Und stillen wollte er in so einer Umgebung schon erst recht nicht. Wer isst schon gern im Krankenhaus, wenn er nicht muss. Dann hab ich gedacht, damit sei das Stillen für Paul nun erledigt, denn auch die folgenden Versuche im Krankenhaus scheiterte. Als wir dann nach Haus kamen, war ich eigentlich nicht so unglücklich darüber, denn Moritz ist auch so ein Marathonnuckler wie Paul am Anfang. 
Aber dann kam der erste Milchstau, der ja eigentlich nicht kommen soll, wenn man so lange auch in der Schwangerschaft stillt. Aber Moritz war wohl nicht gleich kräftig genug. Statt zur Milchpumpe hab ich dann zu Paul gegriffen. Und siehe da: in der gewohnten Umgebung, zur gewohnten Uhrzeit tat er als ob nichts war. Ich war meine überschüssige Milch los und Paulchen war glücklich über die Kuschelstunde. Stillen zu dritt wird nun also doch fortgesetzt. Paul morgens und abends. Moritz, wann immer er will. Zur Zeit ist das noch ziemlich oft. :D

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