Donnerstag, 19. Januar 2012

Einschlafen für Fortgeschrittene

Paul hält sich tatsächlich, mit ein wenig Unterstützung, an seinen Vorsatz für 2012 und erleichtert mir mein Leben damit ungemein: Er schläft alleine ein, und zwar nicht mehr nur mittags, sondern auch abends. So hab ich 14 Stunden am Tag, in denen ich nur einen Knirps versorgen muss. Das ist doch was. 
Na gut, ich muss zugeben, ganz ohne Beschwerde lief es bisher nicht ab abends. Man könnte mir jetzt durchaus vorhalten, ich würde meinen Jungen "schreien lassen". Aber unser Verhalten hat eine gewisse Logik, sie sich jedem noch so schreifeindlichen Elter erschließen müsste: Wenn einer was mittags kann, dann kann er das abends auch. Und wenn ein kleiner Junge mit Einschlafbegleitung unter Jammern 1 Stunde zum Einschlafen braucht, ohne Einschlafbegleitung mit 5 Minuten Weinen 15 Minuten, dann ist das für beide Seiten als Erfolg zu verbuchen. Und Paul kann sich ja nicht beschweren, er wird jeden Abend spaß- und entspannungs-gebadet, vorgelesen wird auch, gestillt und gekuschelt und ein Einschlaflied gibts auch. 
Und siehe da. Paul beschwert sich auch prompt nicht mehr. Seit gestern weint er nicht mal mehr 5 Minuten, sondern er weint gar nicht. Ob er nun deswegen nicht mehr weint, weil er es als sinnlos erkannt hat und demzufolge jetzt traumatisiert ist (auf Grund unerfüllter Bedürfnisse) oder ob er deswegen nicht mehr weint, weil er einfach alleine einschlafen gelernt hat, kann ich jetzt schwierig überprüfen. Sein Vokabular reicht dafür noch nicht. Aber ich frag ihn irgendwann mal. Bis dahin bin ich froh, dass er so gerne schläft. Moritz übt das nämlich noch. Bisher mit mäßigem Erfolg.

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