Montag, 5. Dezember 2011

Stillen zu dritt (II)...

wird langsam zur echten Herausforderung. Paul ist jetzt fast 13 Monate und da gilt unser Stillen ja schon als Langzeitstillen, was eigentlich nichts weiter heißt als dass statistisch gesehen in unseren Breiten die Kinder im Durchschnitt nicht so lange gestillt werden und die meisten Leute das deswegen auch etwas befremdlich finden. Aber bei Paul und mir ist das mit den Leuten so eine Sache. Was die meisten Angelegenheiten betrifft, interessiert uns herzlich wenig, was sie denken. Und Paul findet Stillen auch weiterhin weder befremdlich noch sonst irgendwie unnatürlich. Gestillt wird er zur Zeit noch morgens, mittags und abends. 
Besonders abends ist das zur Zeit ein gutes Stück Arbeit (Ja, wir machen wieder Einschlafstillen). Da sitze ich dann, nachdem ich den Jungen gebadet habe (was mit meinem dicken Bauch und unserer in den Boden eingelassenen Badewanne auch nicht gerade ein Kinderspiel ist) und versuche Paul irgendwie um meinen Bauch, also um Moritz herumzuwickeln. Paul macht sich das irgendwie bequem, aber Moritz findet Pauls Wunsch nach Bequemlichkeit befremdlich und unangemessen. Der quetscht sich dann in die Ecke Restbauch, die von Paul nicht verdrängt wird und quetscht damit (meine) Adern und Organe zusammen, sodass mir nach ner Weile ganz schummerig wird und ich meine bequeme nach hinten gelehnte Haltung verlassen muss, um mich nach vorn zu beugen. Die beiden Kerls denken wahrscheinlich, warum soll Mama es bequem haben, wenn wir uns hier so quetschen müssen. Einmal nach vorne gebeugt, wird es natürlich richtig krampfig. Irgendwann wechseln wir die Seiten. Das hilft aber nur kurzfristig, weil auf diesen Positionswechsel eigentlich keiner Bock hat außer mir. Und dann kommt ziemlich bald der Moment wo ich immer an dieses Buch denken muss, das kürzlich von diesem Vater veröffentlicht wurde, mit dem Titel: "Verdammte Scheiße, schlaf ein!" 
Und wenn er dann endlich eingeschlafen ist, dann freu ich mich auf/über zwei Dinge: 1. Pauls derzeitige Angewohnheit von sieben bis sieben durchzuschlafen. 2. Dass mir nur noch ein paar Wöchelchen bleiben, in denen ich Paul um meinen Bauch wickeln muss. (Danach werd ich dann wahrscheinlich beide um meinen Bauch wickeln.)

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