Dienstag, 8. November 2011

Tauchversuche, Kauversuche

Das letzte Wochenende war wieder mal ein Wochenende der ersten Versuche. Dabei gab es welche, die beabsichtigt und andere, die eher unbeabsichtigt waren. So hat Paul am Wochenende versucht eine Dinkelstange zu knabbern. Mancheiner wird jetzt sagen, das war hoffentlich der unbeabsichtigte Versuch, wer isst denn sowas? Aber in Anbetracht der Tatsache, dass der gemeinen Dinkelstange eigentlich alles fehlt, was Spaß macht (Zucker, Salz, Fett...), schmeckt sie gar nicht so schlecht. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich mir das Zeug seit meiner Entdeckung in der Drogerie reihenweise reinhelfe, aber man kann damit doch wunderbar kauen üben, wie ich finde. Und das hat Paul auch gemacht. Er hat versucht, das Ding in die Hand zu nehmen und selbstständig wegzuknabbern. Der Versuch ist gelungen. Ohne Würgen. Mit Spaß am Knuspern.
Kommen wir zum unbeabsichtigten Versuch. Der bezieht sich aufs samstägliche Badevergnügen. Paul wird ja praktisch seit seiner Geburt jeden Tag gebadet. Das ist ja, wie die meisten behaupten, nicht nur gesundheitlich ein Frevel (ich erinnere daran, Babys wischt man heute Staub), sondern auch noch eine ziemlich umständliche Sache. Wer unsere Badewanne kennt, der weiß warum. Sie ist in den Boden eingelassen und der Witz, den Oma Budapest gemacht hat, als die Badewanne gebaut wurde  ("wollt ihr euer Kind dann an den Haaren durchs Wasser ziehen oder wie wollt ihr das machen?"), ist eigentlich seit einer Weile bitterernst. Paul passt schon ewig nicht mehr in die kleine Babywanne und wird also an den Haaren durch die große Wanne gezogen und hinterher trocken geföhnt. Am Wochenende fand dann der Versuch statt, die Wanne so voll zu machen, dass Paul sitzen muss, aber nicht halb auf dem Trockenen. Da sein Lieblingssport beim Baden zur Zeit ist, die Gegenstände vom Badewannenrand in die Wanne zu schubsen, blieb er aber nicht lange sitzen und machte Knie/Stehversuche im tiefen Wasser. Und so kam es zum ersten (unbeabsichtigten) Tauchversuch. Am meisten erschreckt haben sich dabei Mama und Papa, aber auch Paul blieb nicht unbeeindruckt. Der Versuch zeigte außerdem, dass das Zeitfenster Tauchreflex geschlossen ist. Trotz allem ist Paul sofort wieder zurück aufs Pferd und Baden ist trotz wenig Spaß am Tauchen auch weiterhin ein Vergnügen.

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