Dienstag, 22. November 2011

Ein roter Tag im Kalender

Morgen wird ein roter Tag im Kalender. Rot wird er, weil es was intensiv Rotes zu essen geben wird und demzufolge, da können Paul und ich noch so vorsichtig sein, vermutlich rote Flecken an den verschiedensten Stellen unserer Kleidung geben wird; und zu guter Letzt weil ich aller Voraussicht nach im Falle des Missglückens des Versuchs den Tag im Kalender rot anstreichen werde zur Erinnerung: Nie wieder Rote Bete.
Mir kommen ja manchmal so glorreiche Ideen am Gemüsestand, weil ich mich beim Gestampfe von Möhren, Kartoffeln und Kürbis einfach häufiger langweile. Paul hat zwar noch nie reklamiert, er ist sowieso nicht von der Sorte Reklamateur, wie es scheint. Aber es kann ja trotzdem nicht immer nur Möhren geben. Außerdem kann man auch zu einem der beliebtesten Babyeinführungsgemüse zahlreiche Veröffentlichungen im Internet finden, die von Anti-Möhren-Gruppierungen stammen (erstens stopfend, zweitens verpestet, drittens zu süß etc.). Deswegen hatte ich neulich am Gemüsestand die Idee, mein Kind mal wieder mit saisonalem Gemüse vollzustopfen, im aktuellen Fall: Rote Bete.
Ich selbst kenne rote Bete nur in Salatform und sauer eingelegt und bin davon auch kein besonderer Fan. Aber deswegen will ich Pauls Gaumen den Genuss dieser fröhlichfarbigen Knolle nicht vorenthalten. Aber zuerst hab ich natürlich recherchiert, wie immer. In einem Forum schrieb eine Mutter, dass ihr Mann die gleiche Idee wie ich hatte und mit roter Bete vom Gemüsehändler nach Hause kam. Das wurde nur kommentiert mit: "Typisch Mann" (zu deutsch: keine Ahnung). Aber es gibt auch durchaus einige Fans von Rote-Bete-Brei für Babys, da die Knollen wohl durchaus wertvolle Inhaltsstoffe haben, wie u.a. Kalzium und Magnesium.
In einem sind sich aber alle einig. Wer rote Bete zubereitet und/oder isst, sollte sich entweder in Gummi kleiden oder gleich nackt arbeiten/essen. Es wurde sogar der Vorschlag gemacht, die Küche mit Folie auszulegen und die Tapete in irgendeiner Form abzusichern, um sie vor Flugschäden zu schützen. Da Paul bekannt ist für seine Beherrschung beim Essen (man erinnere sich an die Geburtstagstorte), mache ich mir aber keine allzu großen Sorgen. Worauf ich allerdings gespannt bin, ist der brombeerrote Stuhl, und ich meine hier nicht die Sitzgelegenheit. Das kann man jetzt als pathologisch einstufen, aber das stört mich nicht. Das gehört zum Mamasein dazu, dass man Stühlen eine größere Bedeutung zumisst als üblicherweise angemessen.

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