Mittwoch, 12. Oktober 2011

Nein-sagen und andere Späßchen

Das Schöne mit Kindern ist, dass man jeden Tag vor neuen Herausforderungen steht und damit meine ich sowohl das Kind selbst als auch mich als Mama. Gestern hab ich noch den ganzen Tag daran gearbeitet Paul beizubringen, nicht den Küchenschrank unter der Spüle auszuräumen. Wir sind ja immernoch in der Ferienwohnung und die Schränke gehen hier viel leichter auf als bei uns zu Haus. Aber auch dort wird er den Dreh sicher bald raushaben. Jedenfalls habe ich mich immerzu im Nein-sagen geübt und Paul hat alle fünf bis zehn Minuten getestet, ob noch ein Nein kommt. Dabei hatte ich mehrmals Momente, in denen ich dachte, boah wie anstrengend, soll er doch einfach alles ausräumen. Aber ich bin hart geblieben und hab ihn nicht am Zwiebelnetz und auch nicht an den Mülltüten lutschen lassen.
Seit gestern Abend nun würde ich mich freuen, wenn er wieder Interesse am Küchenschrank hätte, denn das Spiel, das wir jetzt spielen ist die größere Herausforderung für uns beide. Paul macht seitdem nämlich die ersten Stehversuche. Er zieht sich hoch und steht dann ganz wackelig in der Gegend rum. Leider kann er sich im Moment noch nicht aus der Position befreien und fängt dann nach einer Weile an zu jammern. Und dann steh ich da wie doof. Ich hab zwei Möglichkeiten und beide findet er zum Schreien (wörtlich): Entweder ich lasse ihn stehen, dann weint er oder ich befreie ihn, dann weint er auch. Das bisl Nein-sagen ist im Vergleich dazu Erholung. Aber ich bin mir sicher, das nächste Highlight wartet schon.

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