Donnerstag, 19. Mai 2011

Élvezettel gagyog - Brabbeln mit Genuss

Gestern hatte Paul seine 6-Monats-Untersuchung, bei der wieder bestimmte Dinge abgefragt worden sind. Was die Bauchlage angeht, ist er schon Profi; so sehr, dass er sich ständig auf den Bauch dreht. Zur Freude seiner Eltern macht er das auch nachts und wenn er dann müde wird, dann fängt er an zu weinen, sodass wir die Ehre haben, den jungen Mann wieder umzudrehen, so viermal pro Nacht, im schlimmsten Fall. Schön wäre, wenn er sich einfach zurückdrehen würde, aber das dauert wohl noch.
Bei der Untersuchung sollte Paul jetzt in Bauchlage gefälligst auch nach Spielzeug greifen und das von einer Hand in die andere geben. Was so ein halbjähriger Hosenmatz alles können muss. Man staunt. Zum Glück kann er das alles. Erspart uns weitere unnötige Krankenhausaufenthalte. Die schönste Kategorie der 6-Monats-Checkliste war im Hause Paul aber "élvezettel gagyog". Bevor wir zur Untersuchung gingen, hab ich mir angeschaut, was alles abgefragt wird, was der gute Junge alles können muss. Eine Kategorie ist die Kommunikation und da heißt es eben, dass er "mit Genuß/Freude brabbeln" können muss.
Bis eben kannte ich die Bedeutung des Wortes nicht so genau, aber ich war mir sicher, dass das, was Paul neuerdings den ganzen Tag macht, in diese Kategorie passt. Denn er brabbelt seit ein paar Tagen ununterbrochen: er brabbelt das Spielzeug an, mit Spielzeug im Mund, ohne Spielzeug, mit Füßen im Mund, mit der Hand im Mund, mit einem ausgewählten Fingerchen im Mund und in vielen emotionalen Varianten: wütend, erfreut, kichernd, verärgert und gelangweilt, sodass es eine Freude ist ihm zuzuhören. Ich bin schon gespannt auf den Moment, wenn aus diesem Gebrabbel Sprache wird. Und noch gespannter bin ich darauf, welche Sprache es wohl wird.

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