Montag, 4. April 2011

Krankenhaus und Modeljob

Der letzte Eintrag ist mal wieder eine Weile her und das hat auch seinen Grund. Paul und ich, wir haben mal wieder eine Runde Krankenhaus gespielt. Was sich jetzt so lustig anhört, war im ersten Moment nicht so witzig, aber jetzt haben wir es hinter uns und da sieht die Welt schon bunter aus. Paul hat den Aufenthalt im Krankenhaus genossen...lauter Babys mit freundlichen Mamas und noch mehr Krankenschwestern, die ihm beim kleinsten Mucks wahlweise auf den Po klopften oder ihn ins Schwesternzimmer holten, wo er in der Wippe (immer schön in Bewegung versetzt von einer Schwester) gemütlich am Fäustchen lutschen konnte. Schreien lassen....das gabs hier nicht. Paul hat sich freundlich durch die Woche gelächelt, wovon selbst die Putzfrau schwärmte. Und die jungen Physiotherapeutinnen erzählten, er hätte sich genauso durch die täglichen Gymnastikeinheiten gelächelt.
Mir hat der Aufenthalt schon weniger gefallen, aber nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, hab ich ebenfalls tapfer gelächelt. Ehrlich gelächelt hab ich erst, als klar war, dass diese "Behandlung" mal wieder völlig überzogen war.
In der U4 hat Pauls Kinderärztin gemeint, wir sollten ihn mal ihrer Freundin vorstellen, Säuglingsneurologin. Er würde sich nicht altersgerecht verhalten, den Kopf noch nicht heben. Dass das kritisiert wird, damit hatte ich ja auch schon gerechnet, aber dass sie gleich mit einer Überweisung wedelt, das traf mich wieder wie aus dem Nichts. Aber mal wieder bin ich in die Falle getappt..."zur Sicherheit" lieber nachschauen. Die Neurologin kuckte sich dann Paul an und schwups hatten wir eine Einweisung in der Hand für die Säuglingsneurologie, das beste Haus am Platze, aber wen interessiert das schon? Nach einigem Hin und Her haben Paul und ich uns letzte Woche dort eingefunden und eine Woche mit Klinikessen im Klinikrhythmus verbracht, die Schwestern sind beim Versuch ihn mit der Flasche zu füttern gescheitert und ich bin beim Versuch das Klinikessen zu essen. Am Donnerstag durften wir früher gehen...keine Auffälligkeiten, eine Trainingseinheit in der Tasche und um eine Krankenhausinnenansicht reicher. Auf weitere bin ich bereit zu verzichten. Allerdings ist Paul so zu seinem ersten und vielleicht letzten Modeljob gekommen. Der Herr Professer Katona veröffentlicht sein neues Buch zur Säuglingsneurologie mit Paul auf dem Cover. Das ist doch mal was. Das Foto hab ich noch nicht gesehen, aber ich bin mir sicher, Paul hat sein Köpfchen wild in die Kamera gehoben :-)

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