Donnerstag, 10. Februar 2011

Ich will Rhythmus. Paul auch.

Rhythmus ist toll. Immer wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit und das Gefühl der Kontrolle. So kann man sich entspannen, indem man sich einfach fallen lässt. Kein Wunder also, dass, wenn man das Wort Rhythmus bei google eingibt und dazu noch ein B, die Suchmaschine das Wort Baby noch vor den Wörtern Bewegung und Blues anbietet. Kein Wunder also, dass frisch gebackene Eltern danach lechzen, ihr Sprößling möge doch endlich einen Rhythmus entwickeln. Dabei geht es natürlich nicht um irgendeinen Rhythmus. Im Idealfall entwickelt der Säugling einen Rhythmus, der dem der Eltern in bestmöglicher Weise angepasst ist. Das heißt Schlafen, wenn die Eltern schlafen, wenn möglich vorher und hinterher noch zusätzlich 3 Stunden. Essen, bevor oder nachdem die Eltern essen, damit man sich den eigenen Appetit nicht mit Babygeschrei verdirbt. Spielen und Aufmerksamkeit verlangen, wann immer die Zeit dafür gerade günstig ist.
Die Realität?
Paul hat auch einen Rhythmus. Und das Schöne daran ist, dass er so variabel ist, also ich meine, dass er ihn immer so schön variiert. So gibt es keine wiederkehrenden Abläufe und es wird nie langweilig.
Immer wenn man gerade irgendjemandem erzählt hat: 'Ach im Moment schläft er so 8 Stunden am Stück, danach will er trinken und schläft nochmal drei', dann überlegt sich Paul, dass ihm das zu langweilig ist und variiert die Zeiten. Und wenn man denkt, 'naja, am Vormittag ist er eigentlich immer recht ruhig', dann denkt Paul sich 'von wegen ruhig, der werd ichs zeigen'. Und wenn man gerade erzählt hat, was für ein ruhiges Baby man zu Haus hat, dann hat Paulchen eine Nörgelphase.
Aber das kriegen wir schon Paulchen. Du wirst schon sehen, dass meine Rhythmusvorschläge gar nicht so schlecht sind. Das Tag-Nacht-Konzept hast du ja schon wunderbar verstanden. Also weiter so und immer mindestens drei Schritte nach vorn, wenn du einen zurück machen willst.

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