Samstag, 25. Dezember 2010

Wie unterhält man einen so kleinen Jungen?

Vor zwei Tagen hab ich mich so richtig gehen lassen im ungarischen Babyfachgeschäft und Paul ein Weihnachtsgeschenk gekauft (der Anlass ist die einzige vernünftige Erklärung für mein Verhalten). In Wirklichkeit ist das auch keine Erklärung.
In den ersten Lebenswochen bestand die Unterhaltung von Paul hauptsächlich darin, ihn zu füttern und ihm danach beim Einschlafen zu helfen, was manchmal durch quer hängende Rülpse oder Pupse erschwert war/ist und deswegen mal langsamer und mal schneller geht.
In letzter Zeit ist allerdings eine Veränderung zu bemerken bei Paul. Er will immernoch gefüttert werden, das ist es nicht. Allerdings fällt er jetzt nicht mehr sofort nach der Fütterung ins tiefe Milchkoma, sondern er will unterhalten werden. Na sowas! Da kam die Frage auf, wie unterhält man ein fünfwöchiges Baby. Paul hat da ganz klare Vorstellungen: Er liegt gern auf dem Wickeltisch rum und strampelt. Er lässt sich gern was erzählen, von "dududu" bis zur Weltpolitik ist da alles möglich. Er hört gern Musik. Er lässt sich gern den Bauch streicheln und die Füße massieren.
Aber es gibt zwei Dinge, die sind auf seiner Favoritenliste nicht zu toppen: auf Mama oder Papas Bauch rumdösen und von Mama oder Papa rumgetragen werden. Diese zwei sind durch nichts zu ersetzen und im wachen Zustand ist er durchaus geneigt, eins der beiden durch graduiertes Geschrei einzufordern. Da Mama oder Papa aber auch mal was anderes zu tun haben, habe ich mich entschlossen Paul ein Unterhaltungsgerät zu kaufen und es ist der Mercedes unter den Babywippen geworden, ein "Ruhestuhl" wie er ungarisch heißt. Und das mercedesige an dem Stuhl ist die Vibrationsfunktion, die je nach Stimmung aufmuntert oder einschläfert. Ersteres sieht dann so aus:
Paul findet den Stuhl klasse. 
Das muss er auch. Denn der Stuhl hat soviel gekostet, dass er ihn selbst bei täglicher Benutzung in den nächsten fünf Monaten (bei seinem Wachstum bezweifle ich, dass er da fünf Monate reinpasst) nicht richtig wirtschaftlich verwendet. Nun ja, wie gesagt, es war nicht die Vernunft, die zum Kauf des Vibratorstuhls geführt hat. Viel Spaß damit Paul!

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