Samstag, 4. Dezember 2010

Paul wird gelüftet

In den Wintermonaten beginnt man mit der "Lüftung" eines Säuglings, wenn dieser 1 Monat alt ist. Wenn es sehr kalt ist empfehlen wir, den Säugling warm angezogen vor das offene Fenster zu stellen, und die Dauer alle 2-3 Tage um 15 Minuten zu erhöhen. Wenn die Lüftungsdauer des Säuglings 1 Stunde erreicht hat, dürfen sie Ihren Säugling auch nach draußen bringen. Hier beginnen Sie wieder graduell die Lüftungsdauer zu steigern bis zu einer Stunde, was in den Wintermonaten allermeist genug ist. Es empfiehlt sich nicht mit dem Säugling rauszugehen, wenn es neblig, windig ist oder Niederschlag gibt. (freie Übersetzung nach:www.babanet.hu)
In Ungarn ist eine häufig von Ärzten vertretene Meinung, dass ein Neugeborenes in den ersten Lebenswochen nicht an die frische Luft soll, um Infektionen und Krankheiten zu vermeiden. Dieser Abschnitt ("die ersten Lebenswochen") sollte 4-6 Wochen dauern. In dieser Zeit soll das Baby nicht an die Luft, wohl aber gelüftet werden. Dazu zieht man das Baby an, als wenn es an die Luft soll, aber man bringt das Baby nicht zur Luft, sondern die Luft zum Baby, und zwar in Form eines weit geöffneten Fensters. Das macht man täglich minutenweise und steigert die Zeit, bis man dann nach 6 Wochen das Haus verlassen kann, was natürlich wieder erst minutenweise geschehen soll.

Lieber Paul, gestern bist du das erste Mal so richtig durchgelüftet worden, am Schlafzimmerfenster. Nach anfänglichem Protest bist du in so einen tiefen Schlaf gefallen, dass ich dir nach 30 Minuten Lüften den Pullover und die Mütze ausziehen konnte, ohne dass du auch nur geblinzelt hättest. Du bist nicht nur nicht vom Ausziehen aufgewacht, sondern hast auch weitere vier Stunden geschlafen. Deshalb finden wir, wir können die weiteren Lüftungsstufen einfach auslassen und dir heute die echte frische Luft zeigen. Mal sehen, wie du dann schläfst. Ich bin schon gespannt.

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