Dienstag, 28. Dezember 2010

Die Zwiebel

Paul hat eine verstopfte Nase. Bei Neugeborenen nichts Ungewöhnliches. (Ich vergesse immer, dass er seit zwei Wochen nicht mehr als Neugeborenes gilt.) Zurück zur Nase. Jetzt wäre natürlich der Moment für den Nasensauger gekommen. Aber ich beherrsche mich. Im Moment scheint ihn das vermehrte Röcheln nicht so sehr zu stören und mich stört es nicht genug, um Geld auszugeben. Außerdem hab ich meine Bedenken zum Nasesaugen ja schon geäußert.
Die Suchmaschine hab ich allerdings schon mal um Tipps bemüht und den ersten haben wir auch schon beherzigt, sehr zum Missfallen meines Mannes:  
Die Zwiebel. Man nehme eine Zwiebel, hacke sie klein und stelle sie neben das Kinderbett. Das hat verschiedene Wirkungen. Die erste und wichtigste Wirkung in unserem Fall: Das Schlafzimmer stinkt nach Zwiebel. Zum Glück steht unser Kater nicht auf Zwiebeln, denn sonst könnte man die auch gar nicht so rumstehen lassen. Würde Entenschmalz bei verstopften Babynasen helfen, hätte ich hier ein Problem. Die zweite Wirkung: Die Nase wird tatsächlich frei. Und das Praktische ist, nicht nur die Babynase, auch die Erwachsenennase. Das Problem ist nur, Wirkung Nummer zwei ist nicht von Wirkung Nummer eins getrennt zu bekommen, weil es sich hier um eine Wirkungskette handelt. Ich stelle das mal dar:
gehackte Zwiebel >>Zwiebelgeruch>>freie Nase. Schritt zwei ist einfach nicht zu umgehen, deswegen weiß ich nicht, ob diese Strategie in unserem Zuhause noch einmal zur Anwendung kommen wird. Also Paul, mal sehen, wie sehr dich deine verstopfte Nase in Zukunft nervt, sicher nicht so sehr wie deine Eltern der Zwiebelgeruch im Schlafzimmer.

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