Freitag, 26. November 2010

Endlich ist er da!

Endlich bist du da lieber Paul! Und wie plötzlich du dann um 23.46 Uhr in unser Leben geschlittert bist. Wir hatten einen Mordsspaß, du und dein Papa auf der Geburtsstation. Um acht Uhr sind wir im Krankenhaus angekommen und dann wurde die Geburt eingeleitet, wie geplant. Die Wehen kamen am Anfang ganz langsam und so waren wir spazieren im Garten und haben ganz lange am Computer gesessen, miteinander geredet und auch dir gut zugeredet und deine Herztöne beobachtet. Deinem Papa hat der Wehenschreiber sehr gut gefallen, da konnte er an den Zahlen immer ablesen, wie sehr es gerade schmerzt. Das war ein Spaß für den Herrn Ingenieur. "Oh eine 100, das muss jetzt aber wehtun." - "Das war nur sechzig, das kann nicht so schlimm sein." Wir hatten ja keine Ahnung, dass die Schmerzen, die wir da abgelesen haben nur ein leichtes Ziepen waren gegenüber dem, was später noch auf mich wartete.
Bis 15 Uhr haben wir uns gut amüsiert in verschiedenen Räumen auf der Station, es waren viele Geburten gleichzeitig und die Station war rappelvoll. Weil du dir Zeit gelassen hast, wurden wir von einem Raum in den nächsten verschoben. Alle anderen Kinder hatten es ein bisschen eiliger als du. Ab 15 Uhr wurden die Wehen ein bisschen stärker und ab 17 Uhr fing es dann an, direkt unangenehm zu werden. Dann saß ich im Schaukelstuhl und auf meinem Bauch war herrliches Duftöl und warme Umschläge. Dein Papa hat zu dieser Zeit angefangen wie wild SMS zu schreiben. Er konnte ja keine Zahlen mehr beobachten, denn ich war nicht mehr am Wehenschreiber zu dieser Zeit.
Später hab ich dann noch mein letztes Bad genossen, mit dir in meinem Bauch. Und das hat dir wohl den letzten Schubs gegeben, denn danach ging alles plötzlich ganz schnell. So schnell, dass ich es gar nicht begreifen konnte, als du plötzlich auf meinem Bauch lagst.
Und hier ist ein Foto von dir, in den ersten Minuten deines Lebens:
Hier wirst du gerade gemessen und gewogen: Mit 55 cm und 3850 g bist du am 17.11.2010 zur Welt gekommen und die Hebammen haben Witze gemacht über deine riesengroßen Füße.

Jetzt sind wir seit drei Tagen zu Hause, gewöhnen uns an das Leben in der großen weiten Welt außerhalb meines Bauches, arbeiten daran, dass der Rest deines Körper sich in der Größe deinen Füßen anpasst und freuen uns auf das große Abenteuer "Leben mit Paul".
Danke übrigens, dass du am Ende noch den Endspurt eingelegt hast, die 17 war deinem Papa nämlich sympathischer als die 18.

Kommentare:

  1. ich freu mich so für dich / für euch alle, liebe heike!!! das ist so wundervoll und paul ist toll!! ich schicke euch die liebsten grüße aus köln!!! <3 xx

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  2. Danke. Er wird sicher immer toller. Jedenfalls arbeiten wir daran :-)

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