Donnerstag, 28. Oktober 2010

Und es kommt doch ganz anders

Eine Frage, die mir in meiner Schwangerschaft immer wieder begegnet und auf deren Beantwortung ich jedesmal in erschrockene Gesichter blicke, ist die Frage "Wo wirst du dein Kind zur Welt bringen?" oder im ungarischen Original "Hol fogsz szülni?"

Monatelang hab ich auf die Frage mit einem lässigen "Na, im Krankenhaus hoff ich" geantwortet. Ich war mir natürlich stets im Klaren darüber, worauf die Frage abzielt. Ob ich mir einen Arzt oder eine Hebamme ausgesucht hätte, mit der ich eine stille finanzielle Vereinbarung getroffen habe über bessere Betreuung gegen ein mehr oder weniger kleines Taschengeld.
Und da stand ich nun. Ich hatte keinen Arzt, keine Hebamme, noch nicht mal einen Plan für ein Krankenhaus außer den, ins nächstgelegene zu fahren. Undenkbar. Geradezu skandalös. Die Verantwortung fängt schließlich nicht erst nach der Geburt an und das Geburtserlebnis soll doch so schön wie möglich sein.

Mittlerweile hab ich mich dem Druck hingegeben, kann die Frage zuverlässig und prägnant beantworten. Ich hab einen Arztplan, einen Hebammenplan, einen Krankenhausplan und die Tasche ist gepackt. Und was les ich da heute Morgen hier? In der Rush-hour kommen die Babys in Bangkok reihenweise in den Autos zur Welt, weil die Frauen es nicht bis zur Klinik schaffen. Und die Polizisten werden zu Hebammen ausgebildet, um den Frauen diese Geburtserlebnisse in den Taxis zu erleichtern.
Panik!!! Alles Planen umsonst! Ich habe keinen Polizisten-Hebammen-Plan! Soviel ich weiß sind die Polizisten in Budapest nicht als Hebammen ausgebildet.
Bleibt nur eins Kind P. Halt dich an meinen Plan! Inklusive Arzt, Hebamme und Krankenhaus. Und am besten komm nicht zum Vollmond, denn da is die Hölle los im Krankenhaus.

PS. Am besten gefällt mir übrigens in dem o.g. Artikel: "Ein Neugeborenes ist ziemlich glitschig". Wenn's geht P, sei nicht so arg glitschig. Nicht dass du mir gleich aus der Hand rutschst.

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